Physiotherapie? Das ist doch eine Ausbildung! Warum sollte man das studieren?

Einer der Sätze, die einem im Berufsalltag heute noch sehr häufig begegnen. Vielen Patienten ist nicht klar, dass die Möglichkeit eines Studiums der Physiotherapie besteht. Dies gilt allerdings auch für viele Physiotherapie-Interessenten. Warum sollte man auch einen derart praktischen Beruf innerhalb eines akademischen Studiums erlernen?

Leiden darunter nicht die praktischen Fertigkeiten? Werde ich dann zum Akademiker, der sein Handwerk nur theoretisch beherrscht, es aber praktisch nicht umsetzen kann? Fragen, die Dich zu Recht beschäftigen, die wir aber alle mit ruhigem Gewissen verneinen können. Sicherlich ist es nicht völlig unbegründet, dass diese Fragen auftauchen. Wir möchten Dir als Interessenten  eine Antwort darauf  geben.

Was heißt „Studieren“ eigentlich?

Ein Studium befähigt den Einzelnen dazu mit wissenschaftlichen Schriftstücken arbeiten zu können. Im Einzelnen bedeutet dies, die Literatur, die zu unterschiedlichen Themengebieten von Spezialisten verfasst worden ist, analysieren, interpretieren und bewerten bzw. für die eigenen Interessen verwerten zu können.
Ziel der Wissenschaft ist es, eigenständig praktizierende Wissenschaftler zu formen, die in ihren jeweiligen Fachgebieten neue Erkenntnisse entwickeln. So sammelt sich über die Jahre durch Studien und Forschungen immer mehr Wissen zu einer bestimmten Thematik an. Eine absolute Notwendigkeit ist hierbei das Niederschreiben dieser Erkenntnisse. Diese Kompetenz des wissenschaftlichen Arbeitens unterliegt ähnlich wie eine Literaturuntersuchung im altbekannten Deutschunterricht gewissen Regeln. Den Studierenden müssen diese Regeln näher gebracht werden, damit sie zum einen wissenschaftliche Artikel ihrer Vorgänger lesen und verstehen und zum anderen eigene Texte verfassen können, die anderen nützlich sind.

Was würde es für die Physiotherapie bedeuten, wenn sie von wissenschaftlicher Arbeit keinen Gebrauch machen könnte?

Die ausgebildeten Physiotherapeuten verstehen ihr Handwerk sehr gut. Jeder Handgriff sitzt und wird durch die tägliche Berufserfahrung gefestigt. Was aber fehlt? Sie geben ihre Expertise nicht an Mitstreiter und Nachkömmlinge weiter. Sie schreiben Erkenntnisse und Ideen nicht nieder!

Warum ist das so?

Grund hierfür ist die Ausbildung. Das wissenschaftliche Arbeiten fällt hier meist unter den Tisch. Auszubildende werden nicht an Datenbanken für wissenschaftlich fundierte Kenntnisse aus der Physiotherapie herangeführt. Sie lernen nicht das Regelwerk,  nach welchem wissenschaftliche Schriftstücke gelesen, analysiert, interpretiert und verwertet werden. So kommt es, dass auch sie nicht in der Lage sind nach diesen bestehenden Regeln ihre wichtigen praktischen Erfahrungen für kommende Generationen aufzuschreiben.

Das ist schade!

Um als eigene Fachdisziplin bestehen zu können, brauchen wir die Forschung und die Wissenschaft, die unser Handeln prüft, weiter entwickelt und die Erkenntnisse durch Niederschriften für kommende Generationen verfügbar macht. Es geht also nicht darum einen praktischen Beruf zu verwissenschaftlichen und die Handarbeit durch theoretische Floskeln zu ersetzen. Unser Bestreben ist,  die Physiotherapie weiterzuentwickeln, um ihren Stellenwert am Markt weiterhin zu sichern und all die gut wirkenden Therapieformen, die bereits existieren, dauerhaft zu etablieren. Die Krankenkassen zahlen zu Recht nur dann für Leistungen, wenn sie sich auf Dauer bewährt haben.

Dies gelingt allerdings nur, wenn ein Teil der Physiotherapeuten bereit ist, sich der Wissenschaft zu widmen.

Die Medizin macht es vor. Man stelle sich vor,  im Bereich der Pharmaindustrie würde der forschende Sektor wegfallen? Wer würde die Wirksamkeit der Medikamente prüfen?

Ohne Forschung käme die Physiotherapie zum Stillstand!
Lass das nicht zu!

Werde Physiotherapeut und entwickle deinen Beruf!

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